PAAG HAZOP IEC 61882 P Prognose Abweichungen ▲ LEITWÖRTER A Auffinden der Ursachen ► OUT A Abschätzen Auswirkungen ▼ RESULT G Gegenmaß- nahmen ◄ ACTION § STÖRFALLVERORDNUNG · 12. BImSchV IEC 61882 · LEITWORTMETHODE

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PAAG /
HAZOP
Systematische Risikobeurteilung
für komplexe Prozessanlagen

> LEITWÖRTER / GUIDE WORDS

NICHT / NO MEHR / MORE WENIGER / LESS UMGEKEHRT / REVERSE SOWOHL ALS AUCH ANDERS ALS TEILWEISE

„Wir übersetzen Prozessrisiken in genehmigungsfähige, normkonforme Sicherheitsmaßnahmen – strukturiert, vollständig, nachvollziehbar."

— AREGUS Services · Eckart Hillenkamp, Dipl.-Ing. Technische Chemie

Moderation anfragen Alle Leistungen →
30+
Jahre Erfahrung
IEC 61882
Normkonform
§ BImSchG
Genehmigungsfähig
9+
Leistungsmodule
⬡ PAAG-Verfahren· ⬡ HAZOP IEC 61882· ⬡ Störfallverordnung 12. BImSchV· ⬡ Brownfield-Analyse· ⬡ Wasserstoff H2· ⬡ Leitwortmethode· ⬡ Sicherheitsbericht BImSchG· ⬡ OT-Cybersecurity IEC 62443· ⬡ Funktionale Sicherheit IEC 61511·
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Anlagensicherheit Prozesstechnik HAZOP
§ 12. BImSchV
Störfallverordnung
Sicherheitsbericht Pflicht

Warum PAAG / HAZOP?

Systematisch denken,
bevor Risiken zur
Realität werden

Das PAAG-Verfahren – international bekannt als HAZOP (Hazard and Operability Study) – ist die weltweit anerkannte Methode zur strukturierten Risikobeurteilung von Verfahrensanlagen nach IEC 61882.

Betriebe die der Störfallverordnung unterliegen sind verpflichtet, einen Sicherheitsbericht vorzulegen. Behörden verlangen darin zunehmend HAZOPs als Nachweis systematischer Risikobeurteilung, also des Sicherheitsberichtes.

  • Normkonforme Durchführung nach IEC 61882
  • Anerkannt von Genehmigungsbehörden und TÜV
  • Systematisch vollständig – keine Risiken übersehen
  • Bewährt in Pharma, Petrochemie, Chemie und Wasserstofftechnologie
Unverbindlich anfragen
Behörden Genehmigungsverfahren

Behördengefordert

Betriebe die der Störfallverordnung unterliegen sind zur systematischen Risikobeurteilung verpflichtet. Behörden erkennen HAZOP als standardisiertes Verfahren für den Sicherheitsbericht an.

Teamarbeit HAZOP Moderation

Interdisziplinär & vollständig

HAZOP bündelt Expertenwissen aus Verfahrenstechnik, MSR, Betrieb und HSE in einem strukturierten Prozess. Der neutrale Moderator sichert Vollständigkeit und Objektivität.

Dokumentation Risikobeurteilung

Revisionssicher dokumentiert

Jede Abweichung, Ursache, Auswirkung und Maßnahme wird vollständig protokolliert – belastbar für Behörden, Versicherungen und interne Audits.

Was steckt hinter dem Akronym?

Das PAAG-Verfahren
(Prognose · Auffinden · Abschätzen · Gegenmaßnahmen)

Gefördert durch die BG Chemie (heute BG RCI) etablierte sich das PAAG-Verfahren im deutschsprachigen Raum als äquivalente Methodik zum international bekannten HAZOP. Die vier Buchstaben stehen für vier aufeinander aufbauende Schritte.

P
SCHRITT 01

Prognose

Systematische Suche möglicher Abweichungen und Störungen vom bestimmungsgemäßen Betrieb. Anhand der Leitwortmethode werden alle relevanten Prozessparameter strukturiert hinterfragt.

A
SCHRITT 02

Auffinden der Ursachen

Ermitteln der Ursachen der jeweiligen Abweichungen – technisches Versagen, Energieausfälle und menschliche Fehlhandlungen werden systematisch erfasst.

A
SCHRITT 03

Abschätzen der Auswirkungen

Ermitteln der Folgen der Abweichungen und der möglichen Konsequenzen. Die gesamte Kausalkette wird schrittweise verfolgt und bewertet.

G
SCHRITT 04

Gegenmaßnahmen

Bewerten vorhandener Maßnahmen und Entscheidung über angemessene weitere Gegenmaßnahmen – eintrittsverhindernd und schadensbegrenzend.

Hinweis: Das PAAG-Verfahren ist methodisch identisch mit dem HAZOP-Verfahren (Hazard and Operability Study) nach IEC 61882. Die Bezeichnung PAAG wurde von der IVSS Sektion Chemie für den deutschsprachigen Raum eingeführt. Beide Begriffe werden auf dieser Seite synonym verwendet.

Die 7 klassischen Leitworte

NICHT / NO
Die Sollfunktion findet nicht statt oder wird nicht erfüllt
MEHR / MORE
Quantitative Prozessgrößen nehmen zu (Druck, Temperatur, Menge)
WENIGER / LESS
Quantitative Prozessgrößen nehmen ab
SOWOHL ALS AUCH
Zusätzlich geschieht etwas anderes (Verunreinigung, Leckage)
TEILWEISE
Die Sollfunktion wird nur unvollständig erfüllt
UMKEHRUNG
Etwas geschieht in umgekehrter Richtung oder Reihenfolge
ANDERS ALS
Teile der Sollfunktion werden durch etwas anderes ersetzt
ANWENDUNG
Kombiniert mit Prozessparametern: Druck, Temperatur, Menge, Stoff, Ort, Zeit …

Strukturiert & effizient

Der Ablauf einer HAZOP-Sitzung

01
P&ID-Aufteilung in Studienknoten (Nodes) und Sollfunktionen
Der Prozess wird in überschaubare Funktionseinheiten gegliedert. Pro Node wird der bestimmungsgemäße Betrieb als präzise Sollfunktion definiert.
02
Leitwort-gesteuerte Abweichungsanalyse
Jede Sollfunktion wird systematisch mit den 7 Leitworten kombiniert. Das Team analysiert gelenkt und kreativ mögliche Abweichungen und Störszenarien.
03
Ursachen & Auswirkungen – Kausalkette
Für jede Abweichung werden mögliche Ursachen (technisch, menschlich, energetisch) und die vollständige Kausalkette der Auswirkungen ermittelt.
04
Bewertung & Gegenmaßnahmen
Vorhandene Schutzmaßnahmen werden bewertet. Das Team entscheidet über angemessene weitere Gegenmaßnahmen und deren Zuständigkeiten.
05
Vollständige Dokumentation & Aktionsliste
Alle Szenarien werden in strukturierten Formblättern dokumentiert. Offene Maßnahmen werden mit Verantwortlichkeit und Termin in einer Aktionsliste erfasst.

Von ICI bis IEC 61882

Die Geschichte des HAZOP-Verfahrens

HAZOP entstand nicht im Labor – sondern als direkte Antwort auf industrielle Katastrophen und die Erkenntnis, dass reaktives Handeln nach Unfällen nicht ausreicht.

Frühe 1960er – ICI Billingham (UK)

Imperial Chemical Industries entwickeln intern die „Critical Examination" – eine strukturierte Gefährdungsanalyse für Verfahrensanlagen. Leitworte werden erstmals auf R&I-Schemata angewendet.

1974 – Flixborough-Katastrophe

Explosion in Flixborough (UK) tötet 28 Menschen. Das Unglück beschleunigt die internationale Verbreitung systematischer Risikobeurteilungen. HAZOP erhält breite industrielle Aufmerksamkeit.

1977 – Erste Veröffentlichung

Chemical Industries Association (UK) veröffentlicht den ICI-internen Report über „Hazard and Operability Studies". Chemetics International sorgt für weltweite Verbreitung.

1980 – PAAG entsteht

IVSS Sektion Chemie veröffentlicht die erste deutschsprachige Broschüre zum PAAG-Verfahren. Die BG Chemie – heute BG RCI – führt unter Leitung von ICI-Experten die erste Schulung durch. Kurz darauf tritt die Störfall-Verordnung (12. BImSchV) in Kraft. Das PAAG-Verfahren etabliert sich, gefördert durch die BG Chemie, im deutschsprachigen Raum als äquivalente Methodik.

1982 – Rechtliche Verankerung

2. StörfallVwV nennt das PAAG-Verfahren explizit als anerkannte Methode zur systematischen Risikoermittlung. Damit erreicht die Methode breite behördliche Akzeptanz.

1984 – Bhopal

Bhopal (Indien) – schlimmste Industriekatastrophe der Geschichte. Weltweit verschärfen sich Anforderungen. HAZOP / PAAG wird zur De-facto-Pflicht für komplexe Prozessanlagen.

2001 / 2016 – IEC 61882

Internationale Normierung: IEC 61882 standardisiert HAZOP weltweit und erweitert den Anwendungsbereich auf Systeme jeder Art. Die Fassung 2016 präzisiert Anforderungen an Dokumentation und Moderatoren-Qualifikation.

Heute

Neue Herausforderungen: Wasserstofftechnologie, OT-Cybersecurity nach IEC 62443 und KI-gestützte Prozesstechnik erweitern den HAZOP-Anwendungsbereich kontinuierlich.

Das vollständige Leistungsspektrum

Schulung, Moderation & konzeptionelle Unterstützung

Mehr als Moderation: Von der ersten Vorbereitung über die Durchführung bis zur genehmigungsfähigen Dokumentation – alles aus einer Hand.

🎯
Kernleistung

HAZOP / PAAG-Moderation

Neutrale, normkonforme Moderation nach IEC 61882. Strukturierte Sitzungsführung, vollständige Ergebnisdokumentation, genehmigungsfähige Protokolle – für Neuanlagen, Brownfield und Revisionen.

📚
Schulung

HAZOP/PAAG-Schulung & Training

Praxisorientierte Schulungen für Teams und Führungskräfte – von der Methodik-Grundlage bis zur Moderatoren-Ausbildung. Inhouse oder offen, auch als Blended Learning.

🏗️
Spezialist

Brownfield-Analyse

HAZOP-Studien für bestehende Anlagen, Revisionen und Management of Change. Besonderes Augenmerk auf Dokumentationsstand, As-built-Abgleich und Wissenssicherung.

💡
Beratung

Konzeptionelle Unterstützung

Begleitung bei der Einführung von Sicherheitsbetrachtungsprozessen, Auswahl der geeigneten Methodik, Aufbau von HAZOP-Standards und betrieblichen Strukturen.

Spezialist

Wasserstoff & neue Technologien

HAZOP-Studien für H2-Elektrolyseure, Brennstoffzellenanlagen und Power-to-X-Prozesse. Berücksichtigung der spezifischen H2-Gefährdungsprofile und normativen Anforderungen.

🛡️
Sicherheit

Funktionale Sicherheit (IEC 61511)

Verknüpfung von HAZOP-Ergebnissen mit SIL-Bestimmung nach IEC 61511 / VDI/VDE 2180. Vollständige Ableitung von Safety Instrumented Functions (SIF).

📋
Dokumentation

Sicherheitsbericht & Genehmigung

Erstellung und Begleitung von Sicherheitsberichten nach 12. BImSchV (Störfallverordnung) – behördengerecht, vollständig und fristgerecht.

🔒
Digital

OT-Cybersecurity (IEC 62443)

Integration von Cybersecurity-Aspekten in HAZOP-Studien. Schutz vor cyberphysischen Angriffen auf Prozessanlagen und Leittechnik nach IEC 62443.

🗂️
Tool

Strukturierte Risiko-Unterstützung

Einsatz einer systematisch aufgebauten Methodik zur Beschleunigung von HAZOP-Studien und Sicherstellung der Vollständigkeit – bewährt in zahlreichen Industrien.

Eckart Hillenkamp – HAZOP PAAG Moderator AREGUS
Dipl.-Ing. Technische Chemie
IEC 61511 Functional Safety
HAZOP Moderator IEC 61882
Trainer & Fachautor

Ihr HAZOP- / PAAG-Moderator

Eckart Hillenkamp

Als Dipl.-Ing. Technische Chemie verfügt Eckart Hillenkamp über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Anlagensicherheit, im Explosionsschutz und in der Maschinensicherheit.

Als Trainer und Fachexperte für funktionale Sicherheit in der Prozesschemie (IEC 61511) kennt er beide Seiten: die methodische Anforderung aus Norm und Behörde sowie die betriebliche Realität komplexer Anlagen.

Seine langjährige praktische Erfahrung aus zahlreichen HAZOP-Studien in Prozesschemie, Pharmaindustrie, Petrochemie und Wasserstofftechnologie macht ihn zu einem zuverlässigen Partner – sowohl bei der Moderation als auch bei der Schulung und konzeptionellen Begleitung.

„Letztlich steht und fällt jede HAZOP-Studie mit der Erfahrung und Kompetenz der Moderation und des gesamten Teams."

— IVSS Sektion Chemie, Broschüre PAAG/HAZOP

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