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„Wir übersetzen Prozessrisiken in genehmigungsfähige, normkonforme Sicherheitsmaßnahmen – strukturiert, vollständig, nachvollziehbar."
— AREGUS Services · Eckart Hillenkamp, Dipl.-Ing. Technische Chemie
Warum PAAG / HAZOP?
Das PAAG-Verfahren – international bekannt als HAZOP (Hazard and Operability Study) – ist die weltweit anerkannte Methode zur strukturierten Risikobeurteilung von Verfahrensanlagen nach IEC 61882.
Betriebe die der Störfallverordnung unterliegen sind verpflichtet, einen Sicherheitsbericht vorzulegen. Behörden verlangen darin zunehmend HAZOPs als Nachweis systematischer Risikobeurteilung, also des Sicherheitsberichtes.
Betriebe die der Störfallverordnung unterliegen sind zur systematischen Risikobeurteilung verpflichtet. Behörden erkennen HAZOP als standardisiertes Verfahren für den Sicherheitsbericht an.
HAZOP bündelt Expertenwissen aus Verfahrenstechnik, MSR, Betrieb und HSE in einem strukturierten Prozess. Der neutrale Moderator sichert Vollständigkeit und Objektivität.
Jede Abweichung, Ursache, Auswirkung und Maßnahme wird vollständig protokolliert – belastbar für Behörden, Versicherungen und interne Audits.
Was steckt hinter dem Akronym?
Gefördert durch die BG Chemie (heute BG RCI) etablierte sich das PAAG-Verfahren im deutschsprachigen Raum als äquivalente Methodik zum international bekannten HAZOP. Die vier Buchstaben stehen für vier aufeinander aufbauende Schritte.
Systematische Suche möglicher Abweichungen und Störungen vom bestimmungsgemäßen Betrieb. Anhand der Leitwortmethode werden alle relevanten Prozessparameter strukturiert hinterfragt.
Ermitteln der Ursachen der jeweiligen Abweichungen – technisches Versagen, Energieausfälle und menschliche Fehlhandlungen werden systematisch erfasst.
Ermitteln der Folgen der Abweichungen und der möglichen Konsequenzen. Die gesamte Kausalkette wird schrittweise verfolgt und bewertet.
Bewerten vorhandener Maßnahmen und Entscheidung über angemessene weitere Gegenmaßnahmen – eintrittsverhindernd und schadensbegrenzend.
Hinweis: Das PAAG-Verfahren ist methodisch identisch mit dem HAZOP-Verfahren (Hazard and Operability Study) nach IEC 61882. Die Bezeichnung PAAG wurde von der IVSS Sektion Chemie für den deutschsprachigen Raum eingeführt. Beide Begriffe werden auf dieser Seite synonym verwendet.
Strukturiert & effizient
Von ICI bis IEC 61882
HAZOP entstand nicht im Labor – sondern als direkte Antwort auf industrielle Katastrophen und die Erkenntnis, dass reaktives Handeln nach Unfällen nicht ausreicht.
Imperial Chemical Industries entwickeln intern die „Critical Examination" – eine strukturierte Gefährdungsanalyse für Verfahrensanlagen. Leitworte werden erstmals auf R&I-Schemata angewendet.
Explosion in Flixborough (UK) tötet 28 Menschen. Das Unglück beschleunigt die internationale Verbreitung systematischer Risikobeurteilungen. HAZOP erhält breite industrielle Aufmerksamkeit.
Chemical Industries Association (UK) veröffentlicht den ICI-internen Report über „Hazard and Operability Studies". Chemetics International sorgt für weltweite Verbreitung.
IVSS Sektion Chemie veröffentlicht die erste deutschsprachige Broschüre zum PAAG-Verfahren. Die BG Chemie – heute BG RCI – führt unter Leitung von ICI-Experten die erste Schulung durch. Kurz darauf tritt die Störfall-Verordnung (12. BImSchV) in Kraft. Das PAAG-Verfahren etabliert sich, gefördert durch die BG Chemie, im deutschsprachigen Raum als äquivalente Methodik.
2. StörfallVwV nennt das PAAG-Verfahren explizit als anerkannte Methode zur systematischen Risikoermittlung. Damit erreicht die Methode breite behördliche Akzeptanz.
Bhopal (Indien) – schlimmste Industriekatastrophe der Geschichte. Weltweit verschärfen sich Anforderungen. HAZOP / PAAG wird zur De-facto-Pflicht für komplexe Prozessanlagen.
Internationale Normierung: IEC 61882 standardisiert HAZOP weltweit und erweitert den Anwendungsbereich auf Systeme jeder Art. Die Fassung 2016 präzisiert Anforderungen an Dokumentation und Moderatoren-Qualifikation.
Neue Herausforderungen: Wasserstofftechnologie, OT-Cybersecurity nach IEC 62443 und KI-gestützte Prozesstechnik erweitern den HAZOP-Anwendungsbereich kontinuierlich.
Das vollständige Leistungsspektrum
Mehr als Moderation: Von der ersten Vorbereitung über die Durchführung bis zur genehmigungsfähigen Dokumentation – alles aus einer Hand.
Neutrale, normkonforme Moderation nach IEC 61882. Strukturierte Sitzungsführung, vollständige Ergebnisdokumentation, genehmigungsfähige Protokolle – für Neuanlagen, Brownfield und Revisionen.
Praxisorientierte Schulungen für Teams und Führungskräfte – von der Methodik-Grundlage bis zur Moderatoren-Ausbildung. Inhouse oder offen, auch als Blended Learning.
HAZOP-Studien für bestehende Anlagen, Revisionen und Management of Change. Besonderes Augenmerk auf Dokumentationsstand, As-built-Abgleich und Wissenssicherung.
Begleitung bei der Einführung von Sicherheitsbetrachtungsprozessen, Auswahl der geeigneten Methodik, Aufbau von HAZOP-Standards und betrieblichen Strukturen.
HAZOP-Studien für H2-Elektrolyseure, Brennstoffzellenanlagen und Power-to-X-Prozesse. Berücksichtigung der spezifischen H2-Gefährdungsprofile und normativen Anforderungen.
Verknüpfung von HAZOP-Ergebnissen mit SIL-Bestimmung nach IEC 61511 / VDI/VDE 2180. Vollständige Ableitung von Safety Instrumented Functions (SIF).
Erstellung und Begleitung von Sicherheitsberichten nach 12. BImSchV (Störfallverordnung) – behördengerecht, vollständig und fristgerecht.
Integration von Cybersecurity-Aspekten in HAZOP-Studien. Schutz vor cyberphysischen Angriffen auf Prozessanlagen und Leittechnik nach IEC 62443.
Einsatz einer systematisch aufgebauten Methodik zur Beschleunigung von HAZOP-Studien und Sicherstellung der Vollständigkeit – bewährt in zahlreichen Industrien.
Ihr HAZOP- / PAAG-Moderator
Als Dipl.-Ing. Technische Chemie verfügt Eckart Hillenkamp über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Anlagensicherheit, im Explosionsschutz und in der Maschinensicherheit.
Als Trainer und Fachexperte für funktionale Sicherheit in der Prozesschemie (IEC 61511) kennt er beide Seiten: die methodische Anforderung aus Norm und Behörde sowie die betriebliche Realität komplexer Anlagen.
Seine langjährige praktische Erfahrung aus zahlreichen HAZOP-Studien in Prozesschemie, Pharmaindustrie, Petrochemie und Wasserstofftechnologie macht ihn zu einem zuverlässigen Partner – sowohl bei der Moderation als auch bei der Schulung und konzeptionellen Begleitung.
„Letztlich steht und fällt jede HAZOP-Studie mit der Erfahrung und Kompetenz der Moderation und des gesamten Teams."
— IVSS Sektion Chemie, Broschüre PAAG/HAZOP
Eckart Hillenkamp und das AREGUS-Team begleiten Sie von der Vorbereitung bis zur genehmigungsfähigen Dokumentation.
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